Key West – Conch Republic Insel der Freigeister
Key West ist anders – ein bisschen verrückt, ein bisschen karibisch und vor allem frei! Florido zeigt euch die Conch Republic, wo jeder Tag wie Urlaub ist. Ob ihr am Southernmost Point (k)ein Foto macht, den Sunset Celebration am Mallory Square feiert oder Hemingways Katzen Hallo sagt – hier geht’s um das süße Leben. Also Flip-Flops an, Mojito in die Hand und einfach treiben lassen!
Key West – Das Wichtigste in Kürze
- Conch Republic – 1982 spaßeshalber zur „unabhängigen Republik“ erklärt, mit eigenem Freigeist und Charme
- Beste Reisezeit – Dezember bis Mai, warm und trocken mit karibischem Feeling
- Top-Sehenswürdigkeiten – Southernmost Point, Mallory Square, Hemingway House, Fort Zachary Taylor Beach
- Lebendige Duval Street – Bars, Live-Musik & karibische Vibes rund um Sloppy Joe’s & Green Parrot
- Natur & Abenteuer – Segeln & Bootstouren zum Dry Tortugas National Park
Informationen & Routenplaner
Größe | 19,2 km², davon3,8 km² Wasser |
Einwohner | 25.103 (Schätzung 2023) |
County | Monroe County |
Koordinaten | 24° 34′ N 81° 47′ W |
Vorwahl | +1 305 |
Tourist Info | Key West Visit |
Der perfekte Tag auf Key West
An dem perfekten Tag in Key West muss man sich einlassen auf die Außergewöhnlichkeit der Insel. Gleich beim Verlassen des Hauses fährt ein schweinchenrosa Taxi an uns vorbei, eine Straße weiter begegnet uns eine Horde langhaariger ergrauter Hippies auf ihrer Harley im 60er Jahre Look. Spätestens jetzt wissen wir, wir sind auf Key West. Während unseres Spaziergangs zum Southernmost Point erfreuen wir uns an dieser furchtbar schönen farbenfrohen Stadt.
Dabei belustigen uns immer wieder Häuser und Plätze der Superlative wie das Southernmost House oder das Southernmost Hotel, bis wir schließlich vor dem Southernmost Point stehen und ein bisschen kubanische Luft schnuppern. Weiter geht unser Spaziergang zum Hemingway Museum, das wir je nach Lust und Laune besichtigen oder nur von außen bewundern können. Alternativ oder zudem können wir in Amerikas Geschichte eintauschen, während wir das Little White House besichtigen. Schrille Leute, Sonderlinge und Jugendliche aus der Vergangenheit säumen unseren Weg. Sie alle sind liebenswürdig und keinesfalls gefährlich.
Mittags gönnen wir uns einen kleinen Snack in einer der endlosen Bars und genehmigen uns einen Whiskey in der Sloopy Joes Bar. Dann erfreuen wir uns in der Old Town an der tollen Architektur im Kolonialstil, die mit dem Oldest House ihren Höhepunkt erfährt. Es geht weiter in die Duval Street, wo wir auf Kunst, flippige Mode, T-Shirts in Hülle und Fülle und unzählige Bars und Kneipen treffen. Hier ist auch die Schwulenszene zu Hause und uns erwartet der Tourismus pur. Egal – das Leben ist schön.
Nach einer kleinen Pause suchen wir uns ein gemütliches Restaurant am besten um frischen Fisch zu genießen. Anschließend zelebrieren wir – wie sollte es anders sein – den Sonnenuntergang am Mallory Square. Feuerschlucker, Artisten, Gitarrensänger und viele andere Kleinkünstler begeistern auf dem Land. Jetskifahrer, Kajaker und andere Wassersportler zieren das Wasser, während über allen die Sonne untergeht. Das wird hier richtig gefeiert. Betrachtet man das Naturschauspiel an sich, ist es hier nicht besser oder schlechter als anderswo auf den Inseln – nämlich einfach nur grandios.
Geschichte von Key West
Key West kam 1819 zusammen mit dem Florida-Territorium zur USA. Im Jahr 1845 baute die US-Armee das Fort Zachary Taylor und damit einen wichtigen Stützpunkt der Nordstaaten-Marine für den Sezessionskrieg. Noch bis 1947 diente das Fort als Küstenbefestigung. An das Eisenbahnnetz wurde Key West als quasi Schlusslicht bzw. als letzte Insel im Jahr 1912 angeschlossen. Die Bewohner der Stadt haben spitzenmäßig verdient. Key West zählte das höchste Pro-Kopf-Einkommen von Florida, welches durch die Ausbeutung von Schiffswracks, den Handel mit Schwämmen und der Zigarrenproduktion generiert wurde.
Als die über viele Brücken führende Eisenbahnverbindung durch Henry M. Flagler fertiggestellt wurde, entwickelte sich Key West zu einem wichtigen Hafen für das 145 km entfernt liegende Kuba. Allerdings zerstörte 1935 ein Hurrikan die Eisenbahnlinie, die nicht wieder instand gesetzt wurde. Das war die Geburt des über 42 Brücken führenden Overseas Highways. Teilweise führte dieser über die verbliebenen alten Eisenbahnbrücken, die wiederum in den 80er Jahren überwiegend durch Neubauten ersetzt wurden. Auf den alten nicht genutzten Brückenruinen kann man heute viele Angler sehen.
Seit Key West auf dem Landweg erreichbar ist, gilt der südlichste Punkt der Insel als der südlichste Punkt des Festlandes der USA, der mit dem Milemarker 90 Meilen nach Kuba kenntlich gemacht und heute ein Anziehungspunkt für Touristen ist. Im Jahr 1927 wurde die Fluggesellschaft Pan American World Airways in Key West gegründet. Das kleine Ladenbüro ist heute noch zu besichtigen. Einer der berühmtesten Bürger Key Wests ist Ernest Hemingway, der ab 1928 einige Jahre hier lebte. Auch sein damaliges Wohnhaus ist heute ein Museum.
Der Zusammenbruch der Börse 1929 und der Abzug der Zigarrenproduktion nach Tampa bescherten Key West 1930 eine tiefe Krise. Diese wurde durch den Hurrikan 1935 und die dadurch zerstörten Eisenbahnbrücken noch verstärkt. Dann kann die Kubakrise 1962 und dank der US-Navy floss wieder Geld nach Key West. Kaputte Gebäude konnten restauriert werden und die Insel machte sich schick für den Tourismus, der bis heute die Haupteinnahmequelle darstellt.
Am 23. April 1982 erklärten die Florida Keys aufgrund von verstärkten Straßenverkehrskontrollen durch die US-Behörden für kurze Zeit symbolisch ihre Unabhängigkeit von den USA und riefen die Conch Republic aus. Dies taten sie, indem sie mit trockenen Brotstangen bewaffnet den krieg erklärten. Die offizielle Abspaltung scheiterte, doch die Kontrollstellen verschwanden. Noch heute sieht man überall die Flaggen wehen.